24.01.2022

SPD-Ratsfraktion für Wiedereinführung von Selbsttests an Grundschulen

Ein Wechsel der Teststrategie ist dringend notwendig!

Die Herner SPD-Ratsfraktion ist besorgt über die Geschwindigkeit der Ausbreitung der Omikron‐Variante. Besonders an Schulen verbreitet sich das Virus rasant. Mitte Januar lag die Inzidenz unter den 5- bis 12‐Jährigen bereits bei über 2.400. Um das Virus zu ermitteln, werden in den Grundschulen Pooltestungen durchgeführt. Bei einem positiven Pool müssen dann Einzeltestungen durchgeführt werden. Da die Labore mittlerweile an ihre Kapazitätsgrenze kommen, macht sich das auch im Herner Schulleben deutlich bemerkbar: Oft sind ganze Klassen bis zu drei Tage in Quarantäne. Ein Zustand der nicht hinnehmbar ist.

Auch während der aktuellen Corona-Welle muss gewährleistet sein, dass die Schulen geöffnet bleiben“, so Birgit Klemczak, Vorsitzende des Schulausschusses. „Schulen sind Orte, an denen das soziale Leben der Schülerinnen und Schüler stattfindet.

Das sieht auch Hendrik Bollmann, schulpolitischer Sprecher der Herner SPD‐Fraktion so. Er ist für pragmatische, einfache sowie sichere Lösungen für alle Beteiligten. „Eltern sind mehrmalige Quarantänen der Kinder aufgrund undifferenzierter Pooltestungen dauerhaft nicht zumutbar. Dies gilt insbesondere dann, wenn sie erwerbstätig sind.

Landesregierung erlaubt keinen Alleingang bei Selbsttests

Eine solche Lösung kann die Durchführung von Schnelltests vor Schulbeginn sein. An weiterführenden Schulen ist dies ein alltägliches Vorgehen. Auf Nachfrage der SPD im letzten Schulausschuss wurde seitens der Stadt erläutert, dass das Land NRW einen Wechsel zur Durchführung von Schnelltest in Grundschulen nicht vorsieht und einen Alleingang der Stadt nicht erlauben würde.

Das Ziel, ein Durchbrechen der Infektionsketten zu erreichen, ist durch Pooltestungen nicht gewährleistet“, bedauert der Vorsitzende des Ausschusses für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Senioren, Patrick Steinbach. „Zudem muss die psychische Gesundheit der Kinder durch einen weitgehend sicheren Schulalltag erhalten werden.

Weniger Unterrichtsausfall durch weniger Quarantäne

Das Land NRW muss die Interessen der Kinder und Eltern gleichermaßen im Auge behalten. Aus Sicht der Herner SPD‐Fraktion kann dies nur durch die Wiedereinführung der Selbsttestungen in den Grundschulen für die nächsten zwei Monate sichergestellt werden. Grundschulen müssen dringend die Möglichkeit der eigenständigen Organisation erhalten. Im Sinne des Gesundheitsschutzes könnte notfalls jeweils die erste Schulstunde zur Durchführung der Tests genutzt werden. Der damit verbundene Unterrichtsausfall beschränkt sich auf ein Minimum und ist im Gegensatz zu ganz‐ oder mehrtägigen Quarantänen überschaubar. Auch eine Kooperation mit den jeweils umliegenden Testzentren um die Grundschulstandorte sollte in Betracht gezogen werden.

Diese Art von Testung an den Grundschulen gab es schon einmal“, betont Klemczak. „Positive Kinder würden somit sofort entdeckt werden und die negativen Kinder können weiter in der Schule verbleiben.

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