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Rede zum Haushalt 2026

Rede zum Haushalt 2026 unseres Fraktionsvorsitzenden Kai Gera

Haushaltsrede des Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Herne zum Haushalt 2026

Jedes Jahr aufs Neue scheint die Aufstellung eines genehmigungsfähigen Haushaltes nahezu einer „Mission Impossible“ zu gleichen.

Deswegen möchte ich zu Beginn meiner Rede unserem Kämmerer, Herrn Marc Alexander Ulrich, und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken, welche diese genehmigungsfähige Haushaltsvorlage erstellt haben.

Angesichts der sich immer mehr zuspitzenden Finanzlage der Kommunen, bei denen sich Herne mittlerweile in guter Gesellschaft vieler anderer Städte befindet, ist dies wahrlich eine meisterhafte Leistung.

Wir beraten heute den Haushalt für das Jahr 2026: Ein Haushalt, der in herausfordernden Zeiten Stabilität geben soll und den Anspruch unserer Stadt unterstreicht, soziale Verantwortung, Modernisierung und Zukunftsgestaltung miteinander zu verbinden. Denn nur mit einem genehmigten Haushalt können wir verlässlich arbeiten und den Beschränkungen der vorläufigen Haushaltsführung entgehen.

Und eines ist vollkommen klar: Herne steht zu seinen Aufgaben – auch unter schwierigen Bedingungen.

2026 ist einmal mehr ein Jahr knapper finanzieller Spielräume. Die Belastungen steigen unaufhörlich, viele Pflichtaufgaben wachsen, und gleichzeitig erwarten Bürgerinnen und Bürger zurecht, dass wir als Kommune verlässlich handeln, Perspektiven bieten und unsere Stadt lebenswert weiterentwickeln.

Im Rahmen der Grundsteuerreform 2025 wurden wir – unter anderem auch von der Opposition in diesem Rat – dafür kritisiert, dass wir uns für den einheitlichen Grundsteuerhebesatz ausgesprochen haben. Mit dem Verweis auf die rechtlichen Bedenken zur Einführung eines differenzierten Hebesatzes haben wir uns für den am Ende rechtlich richtigen Weg entschieden, sodass wir keine Ressourcen für unzählige Klageverfahren verbrauchen mussten und uns nun keine Gedanken darüber machen müssen, wie wir die zusätzlich entstandenen Haushaltslöcher hätten schließen müssen.

Auch haben wir für den vorliegenden Haushalt – anders als umliegende Kommunen – dem Reflex widerstanden, die von der schwarz-grünen Landesregierung falsch berechneten Hebesätze im Nachhinein anzupassen und die Grundsteuer ein weiteres Mal zu erhöhen.

Diese beiden Maßnahmen hätten für unsere Bürgerinnen und Bürger jetzt eine weitere deutliche Belastung ausgelöst. Unser umsichtiges und verlässliches Handeln hat uns alle davor bewahrt.

Daran ist gut erkennbar, dass wir der sozialen Verantwortung, unsere Gesellschaft nicht unnötig zu belasten, stets gerecht werden.

Trotz der angespannten Lage ist dieser Haushalt alles andere als ein reiner Verwaltungsakt. Er dokumentiert, dass Herne bereit ist, zu gestalten – im Rahmen dessen, was möglich ist, aber mit einem klar erkennbaren Kurs. Denn auch wenn die Spielräume klein sind, investieren wir stolze 142 Millionen Euro.

So werden wir auch im Jahr 2026 weiter daran arbeiten, Herne sichtbar weiterzuentwickeln. Dies gilt für die Schaffung von Wohnraum, Grünflächen sowie Wirtschafts- und Gewerbeflächen gleichermaßen. Denn ohne vorausschauende Stadtentwicklung und Investitionen in die Infrastruktur in all diesen Bereichen würden wir im Stillstand verharren.

Mit dem vorliegenden Haushalt schaffen wir die notwendigen Grundlagen für:

  • Modernisierung städtischer Gebäude
  • Fortschritte in der Quartiersentwicklung
  • Verbesserungen der Aufenthaltsqualität im städtischen Raum
  • Investitionen in Kultur-, Freizeit- und Sportangebote
  • Maßnahmen zur Förderung digitaler und verkehrlicher Infrastruktur.

Denn eine intakte Infrastruktur ist nicht nur ein Standortvorteil – sie ist vor allem auch Ausdruck einer handlungsfähigen Kommune. Und wir werden diese Handlungsfähigkeit mit einer gezielten Wirtschafts- und Stadtentwicklung weiterhin sichern.

Wir setzen gezielt Rahmenbedingungen für die positive Fortentwicklung unserer Stadt.

Denn eine zukunftsfähige Stadt braucht Arbeitsplätze. Damit mehr Personen in dieser Stadt selbstbestimmt ihren Lebensunterhalt mit fairen Löhnen und einem auskömmlichen Einkommen sicherstellen können.


Darum werden wir auch im Jahr 2026 die Weiterentwicklung von Gewerbeflächen wie dem Blumenthal-Areal und dem Funkenbergquartier,

die Stärkung des örtlichen Dienstleistungs- und Handwerkssektors, die Arbeit der Wirtschaftsförderung,

Initiativen im Bereich der Energie- und Zukunftstechnologien sowie die Ansiedlung von Wissenschaft am Standort Herne unterstützen.

Unser Ziel bleibt: Herne soll für Unternehmen attraktiv sein, zu investieren, damit Menschen hier gute Arbeit finden können. Eine Wirtschaftspolitik, die nur reagiert, reicht dafür nicht aus. In Dr. Frank Dudda haben wir da genau den richtigen Motor, der unermüdlich den Wirtschaftsstandort ausbaut! Diesen Weg werden wir aktiv und konsequent fortführen.

Wir halten auch im Haushalt 2026 an unserer klaren Linie fest, die soziale Infrastruktur dieser Stadt zu erhalten und weiter zu unterstützen. Denn die soziale Verantwortung bleibt Kern unserer Politik!

Das bedeutet:

  • verlässliche Förderung der sozialen Träger
  • Stärkung von Familien-, Jugend- und Seniorenarbeit
  • Fortführung präventiver Angebote
  • Unterstützung für Menschen, die auf Beratung oder Begleitung angewiesen sind

Dies sind keine optionalen Angebote, oder „Nice-to-haves“. Nein, sie sind zentral für gesellschaftlichen Zusammenhalt und verhindern langfristig hohe Folgekosten.

Denn wer soziale Strukturen vernachlässigt, gefährdet Stabilität – finanziell wie gesellschaftlich.

Bildung ist von jeher ein wichtiges Element der Sozialdemokratie: Eine Investition, die Herne dauerhaft stärken wird!

Auch 2026 bildet der Bildungsbereich einen klaren Schwerpunkt. Schulen und Kitas sind der Ort, an dem die Zukunft unserer Stadt beginnt.

Deshalb sichern wir:

  • bauliche Modernisierungen
  • Erweiterungen
  • digitale Ausstattung
  • eine verlässliche Betreuung.

Wir wissen, dass Bildung nicht billig ist. Aber sie ist immer günstiger als die Folgen mangelnder Investitionen.


Die SPD-Fraktion sieht in jeder Ausgabe für Bildung eine Investition in Stabilität, Chancen und Teilhabe.

Auch das Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit gilt es verantwortungsbewusst zu behandeln. Der Klimawandel ist nicht nur ein globales Thema, sondern stellt auch Städte wie Herne vor erhebliche Aufgaben.


Durch energetische Sanierungen, Schaffung von nachhaltigen Mobilitätsangeboten, Maßnahmen zur Klimaanpassung und Verbesserung der grünen Infrastruktur wollen wir hier unseren Beitrag leisten.

Denn wir schließen uns gerne dem Ziel des Vorsitzenden der RVR-Verbandsversammlung an, das Ruhrgebiet zur grünsten Industrieregion der Welt zu entwickeln. Und der geografische Mittelpunkt des Ruhrgebietes liegt nun mal mitten in unserer Stadt.

Wir handeln nicht aus reiner Symbolik, sondern aus Verantwortung. Jede Investition in Klimaschutz trägt dazu bei, künftige Belastungen zu reduzieren: ökologisch wie finanziell.

Und außerdem erhöht es die Lebensqualität der Menschen in dieser Stadt außerordentlich.

In der Haushaltsrede der SPD-Fraktion darf ein Hinweis nie fehlen: Herne ist strukturell hoffnungslos unterfinanziert!

Das ist letztlich unsere zentrale Herausforderung.

Wie mein Vorgänger Udo Sobieski in den vergangenen Jahren gebetsmühlenartig immer und immer wieder forderte: Die Kommunen brauchen endlich eine nachhaltige, auskömmliche und verlässliche Finanzierung durch Bund und Land. Dabei geht es nicht nur um eine Altschuldenlösung und punktuell oder zeitlich befristete Entlastungen, die lediglich temporär Linderung verschaffen.

Es geht um die langfristige auskömmliche Finanzausstattung der Kommunen, für die von Ihnen wahrgenommenen Aufgaben. Die meisten Aufgaben werden den Kommunen von Bund und Land gesetzlich übertragen, aber nicht vollständig finanziert. Diese strukturellen Finanzierungslücken sorgen letztlich dafür, dass wir am Rande des Existenzminimums agieren müssen.

Wir benötigen daher neben einer echten kommunalen Altschuldenlösung, wo nicht bereits ein Großteil der Entlastungen im Landeshaushalt versandet, dringend eine strukturelle Entlastung bei Sozial- und Integrationskosten, eine langfristige und bedarfsgerechte Finanzierung der Bildung, vor allem auch eine Gemeindefinanzreform, durch die Kommunen wieder handlungsfähig gemacht werden.

Wir fordern hier nicht irgendwelche Luxusausstattungen für die Kommunen – es geht um kommunale Daseinsvorsorge, um absolut notwendige Standards, die in Bälde nicht mehr eingehalten werden können.


Und genau das darf nicht geschehen. Die kommunale Daseinsvorsorge und die Selbstverwaltung der Kommunen müssen dauerhaft und verlässlich gesichert sein.

Wir finden, der vorliegende Haushalt ist geprägt von Vernunft, Prioritätensetzung und Zukunftsorientierung.

Ich würde mich sehr freuen, wenn wir heute über Fraktionsgrenzen hinweg ein deutliches Zeichen nach Arnsberg senden könnten:

Wir in Herne stehen zu unserer Verantwortung! Wir beschließen einen genehmigungsfähigen Haushalt 2026 und setzen damit wichtige Schwerpunkte und zeigen, dass unsere Stadt – trotz schwieriger Rahmenbedingungen – mutig und handlungsbereit bleibt.

Wir gestalten die Zukunft Hernes nicht durch große Worte, sondern durch solide Entscheidungen.

Glückauf!

Verlässliche Schwimmflächen für Eickel

PRESSEMITTEILUNG

Verlässliche Schwimmfläche für Eickel

Auf Antrag von SPD und CDU hat der Rat der Stadt Herne den Beschluss gefasst, am Standort des ehemaligen Hallenbades Eickel einen Neubau für das Schul- und Vereinsschwimmen zu errichten.

Udo Sobieski, Fraktionsvorsitzender der SPD: „Mit dem heutigen Ratsbeschluss können wir nun endlich dem Wunsch der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt nach dringend benötigten Schwimmflächen nachkommen.“

Dem Antrag zur Errichtung eines Schwimmbadbaus ging ein rund zwei Jahre langer Prozess der Abstimmung voraus. In einem bundesweit vermutlich einzigartigen Prozess der Bürgerbeteiligung erarbeiteten SPD/CDU und die Bürgerinitiative Hallenbad (BI) die Grundlagen für den nun getroffenen Beschluss. Die BI war eigentlich angetreten, um das alte Hallenbad zu erhalten. Sie startete dazu im Jahr 2022 zunächst ein Bürgerbegehren und anschließend auch einen Bürgerentscheid gegen einen Ratsbeschluss, der vorsah, das ehemalige Hallenbadgebäude an einen Investor zu verkaufen, um dort mindestens ein Lehrschwimmbecken für den Schul- und Vereinssport zu bauen.

Noch bevor der kostenintensive Bürgerentscheid durchgeführt wurde, haben sich SPD, CDU und die BI in einen intensiven Austausch begeben, mit dem Ergebnis, dass die BI auf die Durchführung des Bürgerentscheides verzichtete. Dabei wurde ein gemeinsames Ziel vorgegeben. Im Gegenzug verpflichteten sich die beiden politischen Partner dazu, einen aufwendigen und transparenten Prozess auf Augenhöhe zu betreiben, um ergebnisoffen zu ermitteln, ob ein Neubau oder eine Sanierung im Bestand wirtschaftlicher wäre. Denn eines hatten beide Partner der Vereinbarung im Sinn: am Standort des ehemaligen Hallenbades Eickel sollen Schwimmflächen entstehen.

Die getroffene Vereinbarung sah einige „Meilensteine“ vor, die allesamt abgearbeitet wurden: Die Gründung einer Arbeitsgruppe, das Erarbeiten von Kriterien für ein Raum- und Funktionsprogramm des künftigen Bades, ein Mitspracherecht der BI bei der Auswahl der zu beteiligenden Planungsbüros, den Planungsprozess selbst, eine anschließende Wirtschaftlichkeitsberechnung, die Akquise von Fördermitteln und zuletzt eine Grundsatzentscheidung zu Neubau oder Sanierung im Bestand.

Die Wirtschaftlichkeitsberechnung des externen Gutachters ergab, dass die Schaffung von Schwimmflächen mittels eines Neubaus auf eine Laufzeit von 30 Jahren rund 10 Mio. EUR wirtschaftlicher sei als bei der Sanierung im Bestand.

Im Rahmen der Fördermittelakquise stehen aktuell laut eindeutiger Aussage der Stadtverwaltung Herne keine seriös abrufbaren Fördermittelkulissen zur Verfügung.

Udo Sobieski: „Der Umstand, dass wir beim aktuellen Planungsstand keine Fördermittel realisieren können, führt in der Momentbetrachtung dazu, dass der Neubau die eindeutig günstigere Variante ist. Die verfügbaren Lehrschwimmbecken der Stadt Herne sind zudem extrem sanierungsbedürftig und drohen jederzeit auszufallen. Um auch zukünftig Schul- und Vereinsschwimmen in Herne ermöglichen zu können, haben wir als gewählte Mandatsträger im Rat der Stadt die Verpflichtung, Schaden von der Stadt abzuwenden. Anstatt nun möglicherweise jahrelang auf passende Fördertöpfe zu spekulieren, sehen wir die Fördermittelakquise für erfolglos abgeschlossen an und wollen die Schaffung von neuen Schwimmflächen vorantreiben.“

Der im Rat getroffene Grundsatzbeschluss kann daher als Abschluss des vereinbarten Verfahrens betrachtet werden und setzt für die kommenden Jahre einen Planungsprozess in Gang, an deren Ende dann der Neubau eines wettkampftauglichen Beckens für den Schul- und Vereinssport mitten in Wanne-Süd steht.

Udo Sobieski: „Ich danke der BI Hallenbad, dass sie einen langen Weg gemeinsam mit uns gegangen ist. Nur durch den Einsatz der BI haben wir nun eine sehr gute Entscheidungsgrundlage durch die Beauftragung von unabhängigen Expertengutachten und Erstellung einer Wirtschaftlichkeitsanalyse. Nach nunmehr zwei Jahren des intensiven Austauschs ist die Zeit für eine Entscheidung nun reif. Ich bedaure, dass die BI bei der Beurteilung der Wirtschaftlichkeitsberechnung und der Fördermittelakquise letztlich andere Schlüsse zieht als der Großteil der eingesetzten Arbeitsgruppe. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass der Austausch mit der BI sehr konstruktiv war und es die Zeit und den Aufwand auf jeden Fall wert waren“

Herner Bädergesellschaft übernimmt Lehrschwimmbecken

Herner Bädergesellschaft übernimmt Lehrschwimmbecken

Die SPD-Mitglieder des Sportausschusses und des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Immobilien begrüßen die Entscheidung, dass die Herner Bädergesellschaft (HBG) ab dem 01.11.2024 die Betreuung der fünf Lehrschwimmbecken (LSB) und der Kleinschwimmhalle des Otto-Hahn-Gymnasiums übernehmen wird. Der Vertrag kann nun von der Stadt Herne, vertreten durch Oberbürgermeister Frank Dudda und dem Geschäftsführer der Herner Bädergesellschaft, Lothar Przybyl, unterzeichnet werden. Der Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Immobilien hatte dem Abschluss des Betreuungsvertrags im Vorfeld bereits zugestimmt.

„Hintergrund dazu ist, dass die Stadt Herne zurzeit fünf an städ­ti­schen Schulen verortete LSB sowie die Kleinschwimmhalle am Otto-Hahn-Gymnasium betreibt. Diese werden an den Werktagen bis 16 Uhr von Schulen, danach bis 22 Uhr von Vereinen genutzt. An Sams­tagen wird Vereinen an zwei Lehrschwimm­becken für einige Stun­den die Nutzung ermöglicht. Die Klein­schwimm­halle des Otto-Hahn-Gymnasiums wird samstags ebenfalls durch Vereine genutzt. Dies ist ein enormer Personalaufwand“, so Martin Kortmann, Vorsitzender des Sportausschusses.

Die LSB werden derzeit durch städtische HausmeisterIn­nen betreut. Die Betreuung umfasst den Schließdienst, den Umgang mit Schwimm­badchemie und -technik, die Wasser­be­pro­bung und die Be­auf­tra­gung von Reparaturen bzw. der Beseiti­gung baulicher Mängel, sowohl am Gebäude als auch an der Schwimmbadtechnik. Zusätzlich ist in der Woche um 22 Uhr und sonntags die tägliche Durchführung einer Wasserbeprobung vorgeschrieben.

Manuela Lukas, Sprecherin des Ausschusses für Finanzen führt dazu aus: „Unbesetzte Stellen und Lang­zeit­erkrankungen von HausmeisterInnen haben dazu geführt, dass die Becken ganz oder stundenweise geschlossen werden mussten. Dies betraf vor allem die Nut­zungszeiten der Vereine ab 16 Uhr bzw. am Wochenende, da die HausmeisterInnen ihre Arbeitszeit mit dem Ende der Schul­schwimm­zei­ten um 16 Uhr erfüllt haben. Für die weitere Betreuung der Schwimmbecken, insbesondere für die Wasserbeprobung nach Ende der Nutzungszeit um 22 Uhr, haben sich die HausmeisterInnen dann gegen Überstundenbezahlung freiwillig gemeldet, dies ist aber aus personellen Gründen nicht immer möglich.“

Das ist einer der Gründe, warum sich die Stadt Herne vor der Notwendigkeit sieht, den Hausmeisterdienst an den Lehrschwimmbecken neu zu organisieren. Um eine verlässliche Betreuung der Vereinszeiten in der Woche von 16 bis 22 Uhr und an den Wochenenden sicherzustellen, müssten drei Stellen neu geschaffen werden.

Die Stadt hat dies zum Anlass genommen, zusammen mit der HBG die Betreuung der städtischen Becken neu zu organisieren. Die Betreuung der LSB durch die HBG soll am 01.11.2024 beginnen. Von diesem Zeitpunkt an sollen die LSB nur noch von der HBG betreut werden, auch während der Schul­schwimmzeiten, um Abstimmungsschwierigkeiten und Schnittstellen­probleme zwischen der HBG und den an den Schulen eingesetzten HausmeisterInnen zu vermeiden. Bereits in den Herbstferien werden Techniker der HBG in den LSB vor Ort sein, um die technischen Anlagen kennen zu lernen.

NEUER KUNSTRASENPLATZ FÜR RÖHLINGHAUSEN!

NEUER KUNSTRASENPLATZ FÜR RÖHLINGHAUSEN!

Eine Delegation des Arbeitskreises Sport der SPD-Fraktion nahm an der feierlichen Übergabe des Sportplatzes Röhlinghausen durch Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda teil.

Die Modernisierung des Sportplatzes am Stratmanns Hof ist für den Stadtteil Röhlinghausen ein guter und wichtiger Schritt in einen zukunftsorientierten Stadtteil.

„Die Anlage ist wirklich ein Schmuckstück geworden“, freut sich Manuela Lukas, Stadtverordnete für Röhlinghausen-Süd.

Denn nicht nur der Fußball mit den Vereinen der SpVg und des SC Röhlinghausen hat nun hier eine hochmoderne Trainingsstätte, sondern auch der Hockey-Club Herne sowie der TV Röhlinghausen werden den Platz ab sofort nutzen können. Die Vereine erhoffen sich nun neue Mitglieder, erste Mannschaften im Jugendbereich haben sich bereits etabliert. „Denn gerade im Kinder- und Jugendbereich ist es für die Eltern oftmals ausschlaggebend, dass der Platz über Kunstrasen verfügt,“ weiß Hendrik Bollmann, Stadtverordneter in Röhlinghausen-Süd und selbst Mitglied der SpVg Röhlinghausen.

v.l.n.r.: Martin Kortmann, Manuela Lukas, Gaby Przybyl, Hendrik Bollmann, Kai Gera, Andreas Merkendorf

Keine halben Sachen bei Großbauvorhaben

SPD-Fraktion fordert Vollverfahren bei Aufstellung des Bebauungsplans 277 – Östlich der Bielefelder Straße

Bebauungsplan 277 – hinter dieser Zahl steckt das Vorhaben, neuen Wohnraum östlich der Bielefelder Straße zu schaffen. Im Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung machte sich die SPD-Fraktion nun für eine nachhaltige Quartiersentwicklung stark.

„Zunächst sollte das Planverfahren ohne Durchführung einer Umweltprüfung, quasi im Schnellverfahren – gemäß § 13a des Bundesbaugesetzes – durchgeführt werden“, so der Ausschussvorsitzende Ulrich Syberg. „Hinweise von Bürgerinnen und Bürgern vor Ort haben uns aufhorchen lassen, sodass wir das Verfahren neu bewertet haben. In Abstimmung mit dem Bezirksbürgermeister Adi Plickert aus Eickel wollen wir ein nachhaltiges und klimagerechtes Wohnquartier welches ‚enkelgerecht‘ entwickelt werden soll. Ziel soll es sein, das nachfolgende Generationen von diesem Vorhaben profitieren sollen.“

Kai Gera, stellvertretender Sprecher im Planungsausschuss: „Der neue Baudezernent, Stefan Thabe, hat uns auf Nachfrage im Umweltausschuss darauf aufmerksam gemacht, dass das beschleunigte Verfahren beispielsweise dazu führen würde, dass die Verpflichtung zu Ausgleichs- und Ersatzpflanzungen entfällt. Das kommt für uns nicht in Frage. Dieses Risiko können und wollen wir nicht verantworten: Wir wollen keine halben Sachen. Der BPlan muss hier im Vollverfahren weitergeführt werden.“ Syberg ergänzt: „Ein beschleunigtes Verfahren macht insbesondere dort Sinn, wo bereits versiegelte oder anderweitig vorgenutzte Flächen überplant werden. Es hilft dabei, viel Zeit zu sparen. Im umrissenen Gebiet des BPlans 277 sehen wir aber die Notwendigkeit, dass man sich mehr Zeit für die Prüfung lässt.“

Der Bezirksbürgermeister von Eickel, Adi Plickert, begrüßt den Vorstoß: „Im Bezirk Eickel gibt es zahlreiche und wichtige Bauprojekte. Es ist das A und O, die Bürgerinnen und Bürger nicht mit Großbauvorhaben zu überfordern. Wir brauchen mehr Augenmaß und vernünftige Prüfungen der vorhandenen Voraussetzungen von Bauvorhaben. Dann gelingt positive und nachhaltige Stadtentwicklung.“

Fruchtbarer Austausch mit Schaustellern

Fruchtbarer Austausch mit Schaustellern

SPD-Ratsfraktion im Gespräch auf der Cranger Kirmes

Ob die magische Grenze von 4 Mio. Besucherinnen und Besuchern in diesem Jahr geknackt werden kann, ist aktuell noch nicht klar. Die Zuversicht unter den Schaustellern ist aber vorhanden, denn das erste Wochenende der 540. Cranger Kirmes lief gut an.

Der Austausch mit Schaustellern ist seit vielen Jahren Tradition für die Herner SPD-Ratsfraktion. Und so traf man sich am Montag, dem 5. August, im Biergarten „zum Ritter“. Ausgiebig wurde allgemein über aktuelle Themen der Schausteller-Branche gesprochen und wie die Situation auf dem Cranger Rummel ist. Insbesondere die Personal- und Arbeitskräftesituation standen im Fokus des Gesprächs.

Crange ist nicht nur für die einheimischen Wanner und Herner etwas ganz Besonderes. Auch die Beschicker des Platzes kommen gerne in unsere Stadt. Im Gegensatz zu anderen Städten wird auf Crange ein ganz anderer Umgang gepflegt – nämlich einer auf Augenhöhe. Die Wege zur Stadtverwaltung sind kurz und durch das Kirmesbüro direkt am Platz ist diese gut erreichbar. Ebenso schnell und direkt hilft auch die Politik, wo es nur geht. Das Projekt „Cranger Kirmes“ gelingt jedes Jahr aufs Neue, weil man gemeinsam daran arbeitet.

Nach dem allgemeinen Austausch stand auch ein Rundgang auf dem Programm: Alpina-Bahn, Schmalhaus, Breakdance, Disco-Jet und Steinmeister – überall wurden die Gespräche fortgesetzt. Eine Führung hinter die Kulissen des Steinmeisters eröffnete noch ganz besondere Einblicke in die Logistik des Unternehmens. Am Wochenende waren in der Spitze 170 Mitarbeitende im Einsatz. Dank ihnen und des kilometerlangen Schlauchsystems, das unterhalb der Besucher verläuft, gelingt es, dass alle stets frische und kalte Getränke bekommen.

Ob Wirtschaften oder Fahrbetriebe, alle sind bestens gewappnet für die nächsten Tage auf dem Festplatz. Und wenn nun das Wetter auch noch am zweiten Wochenende mitspielt, dann kann die 4-Mio.-Marke vielleicht sogar überboten werden.

„Wohnen am Zechenweg“ – Bürgerdialog angestoßen

„Wohnen am Zechenweg“ – Bürgerdialog angestoßen

SPD-Ratsfraktion stellt sich den Fragen der Anwohner

Fast 50 Bürgerinnen und Bürger erschienen zur Fraktion-vor-Ort-Veranstaltung der Herner SPD-Ratsfraktion im Foyer des Mondpalasts. Das Thema: Die geplante Wohnbebauung am Zechenweg.

Bereits im letzten Jahr veröffentlichte die Verwaltung erste Pläne, die neuen Wohnraum am Zechenweg vorsah. Nach anfänglicher Kritik wurde die Verwaltung auch durch die SPD-Ratsfraktion gebeten, eine Überarbeitung am Bebauungsplan 243 vorzunehmen. Die neuen Pläne wurden bei dieser Gelegenheit nun erstmals vorgestellt und boten Anlass für Fragen und Diskussionen. Die größten Änderungen: Die anfangs vorgesehenen 96 Wohneinheiten wurden auf 55 reduziert. Aktuell ist die Fläche zu 60 % versiegelt. Würden die Pläne so umgesetzt, wie sie vorgestellt wurden, könnte die Versiegelung auf 52 % reduziert werden – die Begrünung von Dachflächen ist dort noch nicht einmal eingerechnet.

Nach der Präsentation des aktuellen Planungsstands durch den Verwaltungsexperten, Herrn Lüken, standen der neue Herner Baudezernent Stefan Thabe und der Leiter des Fachbereichs Umwelt und Stadtplanung, Achim Wixforth, sowie der SPD-Stadtverordnete und Vorsitzende des Planungsausschusses, Ulrich Syberg, für die Fragen der Anwesenden zur Verfügung. Der SPD-Ratsfraktionsvorsitzende Udo Sobieski übernahm die Moderation des Abends.

Die Veranstaltung lieferte somit den auch von der neu gegründeten Bürgerinitiative geforderten nötigen Auftakt für weitere Gespräche zu diesem Thema. Der Prozess bis zur Aufstellung des finalen Bebauungsplans ist lang. Der Bürgerdialog ist daher umso wichtiger und wird weiter fortgesetzt.